Standmotor was man eben so hatte | Oldtimerzunft Guntersblum

Standmotor was man eben so hatte | Oldtimerzunft Guntersblum



Nächster Stammtisch 27. März 2026 19:00 Uhr Pizzeria Calabria Spessartring 46, 65428 Rüsselsheim am Main statt
Gäste sind bei uns willkommen



Home Fahrzeuge Geschichten Termine Links Videos
Wir über uns Geräte Projekte Maschinen / Info Mitglieder Marktplatz
Berichte Restaurationen Modellbau Verschiedenes









Standmotor
was man eben so hatte

Der Standmotor Für den Stiftendrescher habe ich einen Antrieb gesucht, ein kerniger Standmotor oder ein Winkelantrieb für die Zapfwelle. Der Standmotor war als erster zu haben und war vom Schlepper unabhängig.
Das Angebot war ein 9 PS Hatz Dieselmotor mit unbekanntem Baujahr.
Bekannt war lediglich, er war mal in einem Auto für den Karnevalsumzug eingebaut,
der Kühlergrill hing noch beim Verkäufer an der Wand. Aber die folgende Beschäftigung mit diesem Maschinchen änderte einiges an der Betrachtung, der Motor war nicht aus dem Hause Hatz, nein es war ein Lampertheimer aus dem Hause Farymann, dass er nur 5,5 PS leistet war mir völlig egeal.
Ausdrücklich möchte ich mich für die Unterstützung der Firma Farymann bedanken. Es gab einiges rund um den Motor zu tun, die beiden Getriebe waren ideal, insbesondere das Autogetriebegetriebe (wurde später als Getriebe eines russischen Motorradgespanns von Herrn Willi Stabel identifiziert) mit seinen 3 Vorwärts und 1 Rückwärtsgang erwies sich als ein Segen, denn die Drehzahl der Dreschtrommel war immer noch unbekannt. Auf die Antriebswelle habe ich 3 Riebemscheiben angebaut, damit ergibt sich in Kombination der beiden Riemenscheiben am Stiftendrescher eine große Anzahl von Drehzahlen. Das Gestell (Fahrwerk) schien nicht die Anforderungen zu erfüllen, ein Aufbau auf einem stabilen Rahmen war sicher richtig, die Luftgummiräder waren nicht wirklich geeignet und so kam es dann schnell zu einem erneuten Umbau, bei dem dann auch der Auspuff nach oben verlegt wurde.
Nachdem sich das luftbereifte Fahrgestell als nicht tauglich erwiesen hat wurde weiter experimentiert
  • der Probelauf ergab erhebliche Probleme
  • die Gummiräder machten alles instabil
  • Abhilfe war notwendig
  • Erwin Wörpel wollte Böcke bauen
  • damit er nicht mehr auf den Rädern steht
  • ähnlich wie die Holzstützen beim Probelauf
Neue Ideen waren gefragt, schliesslich muss ja der Motor zur angetriebenen Maschine fluchten, ja man soll auch an das Ausrichten denken.
  • aber warum nicht wie ein Handwagen schieben
  • das erleichtert doch auch die Positionierung
  • aber wie soll das gehen
  • die Räder müssen raus, das ist alleine kaum möglich
Da hilft es schon mal sich bei den vorhandenen Mitteln umzuschauen.
  • die Lösung war jedoch recht einfach, zum Transport wird der höhenverstellbare Lenkholm von der Brumi Spritze angebaut.........
  • am Rahmen wurden seitlich Bolzen angebracht
  • an der Achse 2 Flacheisen mit Bohrungen
  • Und so geht es dann
  • Lenkholm auf die richtige Höhe einstellen
  • Achse unter den Lenkholm und mit den beiden Löchern in die Bolzen einhängen
  • Motor mit dem Lenkholm anheben und die Achse nach hinten klappen