Der Standmotor
Für den Stiftendrescher habe ich einen Antrieb gesucht, ein kerniger Standmotor oder ein Winkelantrieb
für die Zapfwelle. Der Standmotor war als erster zu haben und war vom Schlepper unabhängig.
Das Angebot war ein 9 PS Hatz Dieselmotor mit unbekanntem Baujahr.
Bekannt war lediglich, er war mal in einem Auto für den Karnevalsumzug eingebaut,
der Kühlergrill hing noch beim Verkäufer an der Wand. Aber die folgende Beschäftigung mit diesem
Maschinchen änderte einiges an der Betrachtung, der Motor war nicht aus dem Hause Hatz, nein es war
ein Lampertheimer aus dem Hause Farymann, dass er nur 5,5 PS leistet war mir völlig egeal.
Ausdrücklich möchte ich mich für die Unterstützung der Firma Farymann bedanken. Es gab einiges rund um
den Motor zu tun, die beiden Getriebe waren ideal, insbesondere das Autogetriebegetriebe (wurde später als Getriebe
eines russischen Motorradgespanns von Herrn Willi Stabel identifiziert)
mit seinen 3 Vorwärts und 1 Rückwärtsgang erwies sich als ein Segen, denn die Drehzahl der Dreschtrommel
war immer noch unbekannt. Auf die Antriebswelle habe ich 3 Riebemscheiben angebaut, damit ergibt sich in
Kombination der beiden Riemenscheiben am Stiftendrescher eine große Anzahl von Drehzahlen. Das Gestell
(Fahrwerk) schien nicht die Anforderungen zu erfüllen, ein Aufbau auf einem stabilen Rahmen war sicher
richtig, die Luftgummiräder waren nicht wirklich geeignet und so kam es dann schnell zu einem erneuten
Umbau, bei dem dann auch der Auspuff nach oben verlegt wurde.
Nachdem sich das luftbereifte Fahrgestell als nicht tauglich erwiesen hat wurde weiter experimentiert
- der Probelauf ergab erhebliche Probleme
- die Gummiräder machten alles instabil
- Abhilfe war notwendig
- Erwin Wörpel wollte Böcke bauen
- damit er nicht mehr auf den Rädern steht
- ähnlich wie die Holzstützen beim Probelauf
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