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Es geschah auf der Rückfahrt vom Festzug des Niersteiner Winzerfestes, die
Ladekontrolllampe leuchtete in feinsten ROT.
Ja die Farbe
ROT ist die Farbe
für Gefahr und anhalten, da lauern ja gegebenenfalls Gefahren. Bei einigen
anderen Schleppern ist der Ausfall der Lichtmaschine nicht wirklich bedenklich,
da wird die Batterie eben nicht nachgeladen, bei Helligkeit gibt es beim Diesel
ja auch kaum Verbraucher.
Beim Holder könnte das anders aussehen, da treibt der Keilriemen auch das Kühlgebläse
an, also bei einem gerissenen Keilriemen heißt es sofort abstellen sonst folgen
schmerzliche und vor allem teure Geräusche.
Also Motor aus und zur Seite ausrollen lassen, ja die werden es schon merken
und mich dann abholen. Ein Blick unter die Haube war dann doch die Entwarnung,
der Keilriemen war in Ordnung, das Problem war wirklich die Lichtmaschine.
Nun konnte ich wieder zu meinen Zunftkollegen aufschließen und den Tag wie
geplant ausklingen lassen.
Aber das Problem muss behoben werden, dazu muss erst einmal die Lichtmaschine
raus, die ist bei dem Sachs 600 Motor in die Luftleitbleche der Kühlung eingebettet,
damit ist reichlich Schrauberei angesagt. Letztendlich hatte ich das Lichtmaschinchen
in der Hand und es sah auch auf den ersten Blick noch gut aus, solide Technik der
50er Jahre.
Aber angesichts des Alters muss man auch etwas Verschleiß verzeihen, was sich in
diesem Fall auf die Kohlebürsten bezieht. Es mussten neue Kohlebürsten her, aber da
brachte mich die Teilenummer aus dem Teilekatalog nicht wirklich weiter.
Die Schieblehre und die verbleibenden Reste der alten Kohlebürsten waren da eher
ein Weg zum Erfolg. Die Länge, die ja nicht mehr zu ermitteln war, spielt nur eine
untergeordnete Rolle, es gibt ja auch Feilen im Werkzeugkasten.
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