Schiffshebewerk Lüneburg-Scharnebeck 16. Juni 2026 .... über den Rand der Motorhaube geschaut .... | Oldtimerzunft Guntersblum

Schiffshebewerk Lüneburg-Scharnebeck 16. Juni 2026 .... über den Rand der Motorhaube geschaut .... | Oldtimerzunft Guntersblum



Nächster Stammtisch 25. September 2026 19:00 Uhr in der Sportklause Geinsheim



Home Fahrzeuge Geschichten Termine Links Videos
Wir über uns Geräte Projekte Maschinen / Info Mitglieder Marktplatz
Berichte Restaurationen Modellbau Verschiedenes Bilder aus über 2 Jahrzehnten










Schiffshebewerk Lüneburg-Scharnebeck

16. Juni 2026

.... über den Rand der Motorhaube geschaut ....




In der Norddeutschen Tiefebene spielen die Kanäle für die Schifffahrt eine große Rolle. So wurde ab Ende der 60er der Elbe-Seitenkanal gebaut, das Wasserstraßen Kreuz in Magdeburg war in der damaligen DDR und damit zumindest ein unsicherer Faktor für die Wirtschaft, die auf diese Transportwege angewiesen ist. Der Elbe-Seitenkanal sollte Abhilfe schaffen und zudem eine Sperre für Panzer aus östlicher Richtung darstellen. Auch wenn wir sagen, das ist flach wie ein Pfannkuchen, gibt es doch einige Höhenmeter mit Schleusen und Hebewerken zu überbrücken.


Das Schiffshebewerk in Lüneburg Scharnebeck ist derzeit das zweitgrößte Senkrecht-Hebewerk Europas. Ja es ist schon ein imposantes Bauwerk mit 2 Trögen von fast 6000 Tonnen Gesamtgewicht. An unzähligen Seilen hängen Betongewichte die das Gewicht der gefüllten Tröge ausgleichen. Durch das Gleichgewicht ist natürlich nur eine geringe Kraft nötig um einen Trog zu bewegen. Wie eng es da zugeht sieht man bei der Einfahrt und Ausfahrt der Schiffe in den Trog des Hebewerks. Welche Leistung die Schiffssteuerung zu erbringen hat lässt sich an der Wasseroberfläche nur erahnen. Weiterhin gibt es Sperrtore die bei einem Bruch des Kanals die auslaufende Wassermenge begrenzen sollen.



Direkt nebenan ist ein Dokumentationszentrum mit informativen Schautafeln, Modellen der Schleusen und Hebewerke des Kanals sowie weitere interessant Besonderheiten aus anderen Teilen der Welt. Es ist auch erwähnenswert, dass es kurz nach der Eröffnung des Kanals zu einem Kanalbruch in der Nähe von Lüneburg gekommen ist, bei dem versuchte man die Flut mit Lastkähnen einzudämmen. Als dies misslang fuhren Bergepanzer der Bundeswehr in den Kanal um die Wassermassen soweit zu bändigen, dass dann mit normalen Mitteln gearbeitet werden konnte.
Diese Bilder und der Bericht gehören zwar nicht direkt zu unserem Hobby, sind aber ein Blick über den Rand der Motorhaube hinaus.

Andere sagen einfach mal über den Tellerrand schauen.