Auf einem Bauernhof in Wachenheim/Rhh bin ich aufgewachsen, das Leben war noch stark von
der menschlichen Arbeitskraft geprägt, Die Mechanisierung setzte ein. So gab es eine
Weinbergsspritze auf dem Hof, die mein Vater selbst gebaut hatte. Diese wurde von unserem Pferd,
dem alten Hektor, der schon als Fohlen auf den Hof kam, gezogen.
Im Jahr 1961 kam dann zum Hela noch der Holder A12, damit verlagerte sich dann die Leidenschaft
und geriet in der Folgezeit ganz in Vergessenheit. Den Betrieb führte jetzt mein Bruder weiter, mich
führte der Berufsweg in die Welt der Elektronik und Datenverarbeitung
Aber wie so oft im Leben kam dann im Jahr 2004 der Bummerang in Form des Holders B12 zurück
und ich suchte einen Verein in dem ich mein Hobby ausleben kann. Die Geusemer Schlepperfreunde
1998 e.V. sind für mich zwar auf der falschen Rheinseite beheimatet, aber was Gott der Herr durch
einen tiefen Fluß getrennt hat kan der Mensch mit Brücken und Fähren ganz gut verbinden.
In der Folgezeit gesellten sich noch Hakorette, Scheffenacker, Solo usw hinzu, eine Hakotrac war
jedoch nicht dabei. Auch vereinsmäßig gab es eine Veränderung, die Historische Landtechnik Rheinhessen
liegt auf der richtigen Rheinseite...... das macht alles einfacher.
Aber das sollte nicht lange so bleiben, Anfang 2008 sprach mich ein Vereinskollege auf die T6 an,
ein Termin war schnell ausgemacht. Diesen längst vergessenen Traktor wollte ich mir nur mal
ansehen.
Auch das sollte anders kommen, die Hakotrac vor mir, und die alten Gedanken waren wieder da.
Die Hako, die Mappe und auch die leuchtenden Augen ......
ein Kauf war nicht mehr zu vermeiden.
Zuhause angekommen gehörte die Freizeit dem kleinen Roten, eine aufwändige Restauration war
angesagt, mit jeder Schraube gab es neue Entdeckungen, die Hakotrac basierte auf den bewährten
Teilen der Hako Record die um den Vorderbau ergänzt wurde.
Der Keilriemenantrieb wurde beibehalten und mutet heute schon abenteuerlich an. Die Suche nach
Unterlagen aus der damaligen Zeit brachte nur Prospekt und die Preisliste hervor, Unterlagen für das
stärkere Brüderschen T8 gab es jedoch noch. Dies war sehr hilfreich, da beide Maschinchen trotz
optischer Unterschiede weitgehend baugleich sind, und natürlich immer wieder Fotos beim
Zerlegen.
Aber das Beste war, die Zubehörteile der Hako Record passten an diesen Schlepper im Kleinformat.
Damit war er vom Stand weg eine eierlegende Wollmilchsau.
Nach Abschluß der Restaurationsarbeiten kam der erste Fahrversuch, dieser endete allerdings mit
der Entscheidung an diesem Fahrzeug möchte ich mich erfreuen aber nicht auf der Straße fahren
Die Gründe sind einfacher Natur, für einen Autofahrer mit knapp 1 Million gefahrener Kilometer ist
es nicht einfach sich an ein Fahrzeug zu gewöhnen welches keine Kupplung kennt, im Prinzip wird
das Fahrzeug durch den Hakomatik Hebel gesteuert, an diesem ist auch der Gashebel befestigt.
Damit ist eine Hand praktisch verbraucht, die sehr direkte Lenkung ist für den Servoverwöhnten
Menschen von heute für die 2. Hand doch sehr schwer zu beherrschen.
Während der Arbeiten besuchte mich Moritz, ein kleiner Junge, sehr oft. Seine Augen leuchteten
wenn er den Schlepper sah und auch da kam eine Erinnerung zurück......
Ganz nebenbei mit der Hako Record kamen damals noch zwei weitere in den kleinen
Rheinhessischen Weinort Wachenheim, diese hat inzwischen alle meinem Bruder, Opas Hako
arbeitet weiterhin unermüdlich aber nicht mehr als Spritze, eine weitere ist wieder hergerichtet und
die dritte übernimmt die undankbare Aufgabe als Teileträger herzuhalten. Da an dieser noch die
ursprünglichen Farbe vorhanden ist war sie auch eine wertvolle Hilfe bei der Restauration der Hako
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