Der Lanz Alldog (Lanz TWN-Motor) | Oldtimerzunft Guntersblum

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Nächster Stammtisch 25. September 2026 19:00 Uhr in der Sportklause Geinsheim



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Der Lanz Alldog (Lanz TWN-Motor)

Dieser Motor ist die personifizierte "Eigentümlichkeit". Er wurde im Geräteträger Alldog verbaut und stammte von TWN (Triumph Werke Nürnberg).

Die Besonderheit:
Er war luftgekühlt und ein sogenannter Rückkehrstrom-Zweitakter.

Die Kuriosität:

Das größte Problem war die Schmierung. Der Motor war so empfindlich, dass er oft schon nach wenigen hundert Betriebsstunden den Dienst quittierte. Er galt als so unzuverlässig, dass er den Ruf von Lanz fast ruiniert hätte, bis er durch MWM-Viertakter ersetzt wurde.

Er ist das mahnende Beispiel dafür, dass das Zweitakt-Diesel-Prinzip bei Luftkühlung und hoher Belastung extrem schwer zu beherrschen war.

Warum war das beim Lanz TWN Diesel (Alldog) so schwierig?

Das Prinzip der Umkehrspülung funktioniert am besten bei hohen Drehzahlen (wie beim Moped). Ein Dieselmotor wie im Alldog dreht aber langsam.

Die Verwirbelung:
Bei niedrigen Drehzahlen vermischte sich die frische Luft oft mit dem alten Abgas, statt es hinauszuschieben.

Die Hitze:
Da die Luft im Zylinder diesen "Umweg" über den Kopf nimmt, heizt sie sich stark auf. Beim luftgekühlten Lanz TWN führte das dazu, dass der Motor seine Hitze nicht loswurde. Die Folge waren die berüchtigten Kolbenklemmer.