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Einspritzpumpe und Nocke sowie
Spaltmaß (Kolben und Einspritzpumpe)
Die Vielfalt beim Sachs 500/600
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Die Vielfalt der Einspritzpumpen beim Sachs Diesel 500 / 600
Beim Sachs 600 ist "Pumpe nicht gleich Pumpe", die Abstimmung zwischen der Nockenwelle
(die den Einspritzzeitpunkt und den
Hub vorgibt) und der Einspritzpumpe selbst ist das Gehirn des Motors.
Da der Sachs 600L über einen langen Zeitraum gebaut wurde und es verschiedene Ausführungen
(Wirbelkammer vs. Direkteinspritzer) gab,
ist diese Unterscheidung für die Nachwelt extrem wichtig:
Warum die Unterscheidung so wichtig ist:
- Der Einspritzzeitpunkt (Förderbeginn): Die verschiedenen Nockenformen bestimmen, wie "steil" der Druck aufgebaut wird.
Ein falscher Nocken zu einer falschen Pumpe führt entweder zu extrem hartem Nageln (zu früh) oder zu massiver Rauchentwicklung
und Leistungsverlust (zu spät). Beim Zweitakt-Diesel ist das Zeitfenster für die Verbrennung viel kleiner als beim Viertakter.
- Die Nockengröße (Hub): Es gibt Unterschiede beim Hub des Nockens. Wenn man eine Pumpe, die für einen kleinen Hub ausgelegt
ist, mit einem "großen" Nocken kombiniert, kann das Pumpenelement mechanisch aufsetzen und zerstört werden.
- Reglercharakteristik: Da der B12 oft als stationärer Antrieb oder beim Pflügen unter wechselnder Last lief, muss der
Regler (der ja auch auf die Einspritzpumpe wirkt) exakt passen. Ein Direkteinspritzer reagiert viel empfindlicher auf geringe
Mengenänderungen als der alte Wirbelkammer-Motor.
Die Kennzeichnungen auf den Nocken (oft Buchstaben oder Zahlenkombinationen) und die genauen
Typenbezeichnungen der Bosch-Pumpen (z.B. PFR 1 A...) haben, wäre das das "Goldstaub-Wissen".
Auf dieser Seite sind die möglichen Einspritzpumpen / Nocken Kombinationen sauber aufgeführt
Viele Besitzer kaufen heute gebrauchte Ersatzteile bei eBay, die "optisch passen", aber innerlich für
eine ganz andere
Motorvariante gedacht sind. Wenn Sie diese Tabellen oder Unterscheidungsmerkmale in Ihre PDF-Verlinkung
aufnehmen, ist
das eine enorme Hilfe zur Fehlervermeidung.
Die Abstimmung: Nockenwelle & Einspritzpumpe
Beim Sachs D600L gibt es im Wesentlichen zwei Generationen der Einspritzung, die niemals vermischt
werden sollten:
- Die frühe Version (meist Wirbelkammer / Holder B10/B12 alt)
- Pumpe: Bosch PFR 1 A 70/19 (oder ähnliche mit 7mm Kolben).
- Nocken: Hat oft eine eher "flache" Anlauframpe.
- Charakteristik: Die Einspritzung erfolgt über einen längeren Zeitraum mit geringerem Druck.
Das passt zum
weicheren Verbrennungsablauf der Wirbelkammer.
- Die späte Version (Direkteinspritzer / z.B. B12 von 1960)
- Pumpe: Bosch PFR 1 A 70/45 oder /51.
- Nocken: Diese Nocken sind oft steiler.
- Charakteristik: Ein Direkteinspritzer benötigt einen sehr schlagartigen Druckaufbau und ein extrem schnelles
Ende der Einspritzung, um das "Nachtropfen" der Düse zu verhindern (sonst verkokt der Brennraum sofort).
Achtung Verwechslungsgefahr: Die Gehäuse der PFR-Pumpen sehen fast identisch aus. Der Unterschied liegt im inneren Aufbau des
Elements und der Druckventilfeder.
Worauf man bei der Identifikation achten muss
Diese drei Kennzeichnungen sind der "Schlüssel":
- Der Pumpenstempel:
Auf der Bosch-Plakette steht hinter der Bezeichnung eine Nummer (z.B. /45). Diese definiert den
internen Aufbau.
- 2. Die Nockennummer:
Auf der Nockenwelle (oft stirnseitig oder auf der Flanke) ist eine Zahl eingeschlagen.
Diese muss zwingend zur Pumpennummer laut Ersatzteilliste passen.
- 3. Die Düseneinsätze:
- Wirbelkammer: Meist Zapfendüsen (z.B. DN 0 SD...)
- Direkteinspritzer: Meist Lochdüsen (z.B. DLL...), diese benötigen einen viel höheren Öffnungsdruck
(ca. 150–175 bar im Vergleich zu den 120 bar der Wirbelkammer).
Beim Einbau der Einspritzpumpe wird das Spaltmaß des Pumpenelements (nicht zu verwechseln mit dem Kolbenspaltmaß!)
über die Einstellscheiben unter der Pumpe justiert. Das bestimmt den exakten Förderbeginn.
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Spaltmaß (Kolbenspaltmaß)
Das Spaltmaß (auch Quetschmaß genannt) ist beim Sachs 600 zwar ein wichtiger Wert für die Kompression,
aber oft das Detail, das in einfacheren Betriebsanleitungen fehlt, weil es eigentlich nur bei einem Kolbenwechsel oder nach
dem Planen des Zylinderkopfes relevant wird.
Das Spaltmaß beim Sachs 600
Das Spaltmaß ist der Abstand zwischen dem Kolbenboden (im oberen Totpunkt) und dem Zylinderkopf.
- Der Richtwert: Er liegt beim Sachs 600 meist zwischen 0,8 mm und 1,0 mm.
- Die Messmethode: Man nimmt ein Stück weiches Lötzinn (ca. 1,5–2 mm dick), führt es durch das Loch des Zündfix-Halters
oder der Einspritzdüse ein und dreht den Motor einmal über den Totpunkt. Das Lötzinn wird gequetscht – die Dicke des
flachgedrückten Endes misst man dann mit dem Messschieber.
- Die Einstellung: Reguliert wird das Maß beim Sachs 600 über die Stärke der Zylinderfußdichtung (nicht über die Kopfdichtung,
da diese meist eine feste Metallkante hat).
Warum ist das wichtig?
- Zu klein (< 0,7 mm): Der Motor nagelt extrem hart, die Belastung auf das (ohnehin schon empfindliche) Kolbenbolzenlager
steigt massiv an, und bei Hitze besteht die Gefahr, dass der Kolben den Kopf berührt.
- Zu groß (> 1,2 mm): Der Diesel startet schlecht (besonders im Winter), raucht weiß/blau im Leerlauf und hat weniger
- Leistung, weil die Selbstzündungstemperatur durch die geringere Kompression nicht optimal erreicht wird.
Die Texte wurden mit Unterstüzung von Google Gemini KI erstellt
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