Auf den ersten Blick war die Windfege noch in einem sehr guten Zustand, einige Fehlteile und auch Defekte
sind bei einer
derart alten Maschine nichts ungewöhnliches. Welche Geschichte hinter dem Gerät steht ist nicht
bekannt. Im Jahre 2010 kam ich
mit der Familie Eschbaumer in Verbindung, sie wollten die Windfege in gute Hände abgeben, sie sollte
der Nachwelt erhalten bleiben.
Da mein damaliger Verein kein Interesse bekundete, blieb diese erst eimal stehen. Jetzt stellte sich die
Frage was soll der
Stiftendrescher ohne Windfege?
Nach einer erneuten Kontaktaufnahme mit der Familie Eschbaumer konnte ich die Windfege am Pfingstsonntag
2011 im Taunus abholen.
In der Halle wurde es eng, aber auch da helfen Ideen weiter.
Die Frage wie soll die Maschine nach der Restauration aussehen mußte vor dem Beginn der Arbeiten
geklärt werden. Dazu wurde die
Windfege sorgsam untersucht, es waren Arbeiten an den Holzteilen notwendig, auch fehlten einige Siebe.
Die fehlenden Siebe sind wohl
mehr für die Optik, an der Windfege war ursprünglich ein Gestell in dem zusätzliche Siebe
ihren Platz fanden. Dieses Gestell
war nur noch zu erahnen. Aber es sollte sich rekonstruieren lassen.
Somit wurde langsam klar, die alte Dame hat ihren eigenen Charme, der sollte erhalten werden. Es folgte
das altbekannte fotografieren,
zerlegen und wieder fotografieren. Letztendlich stand dann nur noch der leere Kasten da, alle Innereien
waren auf den Anhängern und
um die Windfege verteilt.
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Reinigen und einen Teil der Patina erhalten war kein Problem, anschließend
den aktuellen Status mit
Leinölfirnis konservieren und am Ergebnis erfreuen ist schon eine tolle Sache.
Für die Holzteile wurde im Gegensatz zu früher auch Leim eingesetzt, damit konnte manches alte
Brett erhalten werden. Wenn Teile ersetzt werden mußten
sollte man es auch in Zukunft sehen. Der Treibriemen wurde auch durch einen modernen Geweberiemen ersetzt,
auch eine Narbe der Geschichte.
Die Windfege sollte nie eine "Neue Maschine" werden, nein sie sollte durch ihr Aussehen aus der Zeit aus
der sie stammt berichten,
auch das folgende Arbeitsleben sollte nicht verborgen werden. |